Carmen
Prandina
|
| Die
traditionelle chinesische Ernährungslehre |
Seit
Tausenden von Jahren bedient sich die traditionelle chinesische Medizin
(TCM) eines ganzheitlichen Ernährungssystems, um die Gesundheit des
Menschen zu erhalten und bereits eingetretene Störungen im Organismus
zu beheben. |
Das
östliche Denken über Ernährung beruht auf der Vorstellung,
dass Nahrung nur dann von guter Qualität ist, wenn sie verwertet werden
kann. Fehlt es dem Menschen an Energie (Qi) – Verdauungsenergie - dann
wird er das Wertvolle nicht wandeln, d.h. nicht für sich selbst wertvoll
machen können. |
Wirkungsvolle Gesundheitsvorsorge!!
Treten Beschwerden oder
Krankheiten auf, versucht der Patient zuerst alles im Rahmen seiner Möglichkeiten
zu unternehmen, um selbst mit der Krankheit fertig zu werden. Er stellt
seine Ernährung entsprechend um und ändert seinen Lebensstil. |
| Differenzierte Diagnosetechniken
(z.B. Zungen- und Pulsdiagnose) helfen, die Krankheiten in ihren allerersten
Anfängen zu erkennen und behandeln. Mit der Ernährungslehre nach
TCM gelingt es, den Organismus in einer Weise zu stärken, dass Krankheit
erst gar nicht entsteht. |
| Die Ernährungsempfehlungen
werden immer individuell auf den Patienten zugeschnitten. Sie kommen zum
Einsatz, wenn ein gründlicher Befund des energetischen Zustandes aller
Organsysteme erstellt wurde. |
| Ein Erfahrungs- und Wissensschatz,
welcher sich äusserst kostengünstig auf das Gesundheitswesen
auswirken kann! |
|
| Was
hat das mit uns hier im Westen zu tun? |
| Diese uralte Weisheitslehre
kann sehr gut auf unser heutiges Leben und unsere Lebensmittel übertragen
werden. Ernährung nach TCM heisst nicht chinesisch essen. Auch bei
uns weiss oder hat man mindestens schon lange gewusst, wie einzelne Lebensmittel
wirken. Zwei anschauliche Beispiele unseres Wissens über die Wirkungsweise
von Lebensmitten. Wissen Sie warum wir Senf zu Würsten essen? Oder
warum wir Wacholderbeeren mit dem Sauerkraut mitkochen? Senf hilft tierisches
Fett verdauen und Wacholderbeeren machen das Sauerkraut leichter verdaubar
(weniger Blähungen). |
|
| Veränderte
Ernährungsgewohnheiten |
| Über die Jahrtausende
haben sich die Ernährungsgewohnheiten der Menschen sehr langsam entwickelt.
Einzelne Entwicklungsschritte waren fast hauptsächlich abhängig
von den klimatischen und geographischen Gegebenheiten der Umgebung. Unsere
Vorfahren und damit auch wir sind es gewohnt langsam auf veränderte
Nahrungsangebote zu reagieren. Unser Verdauungssystem, d.h. unsere Fähigkeit
Nahrung zu verwerten, ist von Natur aus auf langsame Entwicklungsschritte
eingestellt. |
| Mit was für Veränderungen
sich unser Organismus in den letzten 60 Jahren konfrontiert sah - kann
man als Revolution bezeichnen. Heute genügt ein kurzer Blick ins Mikroskop,
um die Ernährungsgewohnheiten einer ganzen Gesellschaft kurzfristig
auf den Kopf zu stellen. Althergebrachtes Wissen wird plötzlich umgekrempelt
und bewährte Erfahrungen über den Haufen geworfen. |
| Seit der Entdeckung der
Vitamine (1907) ist es der westlichen Ernährungswissenschaft gelungen,
mittels theoretischer Erkenntnisse und Nährwertkalkulationen völlig
neue Ernährungslehren zu entwickeln. |
| In rasendem Tempo werden
ständig neue Ernährungsempfehlungen publiziert und wir sehen
uns immer wieder mit trendigeren Diäten konfrontiert. Unser Organismus
soll nun plötzlich in der Lage sein, innert Tagen auf immer wieder
neue Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungen (Konservierungsmittel,
Emulgatoren, Stabilisatoren etc. etc.) umzustellen. |
Keine
Zeit zum Kochen
Unser Jahrhundert hat ein
weiteres, die Gesundheit bedrohendes Phänomen hervorgebracht: den
Zeitmangel. Eine grosse Zahl von Menschen empfindet immer häufiger
den Zeitdruck als schlimmste Belastung. So ist es nur nahe liegend, dass
zeitsparende Ernährungsempfehlungen, z.B. Fertiggerichte, Tiefkühl-
und Mikrowellenkost dankbar angenommen werden. |
| Nahrungs- oder Lebensmittel?
Leider haben alle diese Zeitsparer
eines gemeinsam: Sie nehmen dem Lebensmittel das Leben. Sie verstören
das Qi - die Energie. Sie verursachen sogar Energiemangel, vor allem im
Verdauungstrakt. Bei dieser Qi-losen Nahrung können die enthaltenen
Vitalstoffe, Vitamine, Enzyme und Mineralien vom Organismus nicht genügend
aufgenommen und verwertet werden. |
| Viele Dinge, welche wir
heute essen, verdienen deshalb den Namen Lebensmittel nicht mehr. Nahrungsmittel
ist da schon treffender. Sie machen uns höchstens satt, d.h. füllen
uns den Bauch. Leben geben Sie uns aber keins. |
| Zurück zu Grossmutters
Küche
Was unsere Vorfahren assen
ist für uns - nach wie vor - die gesunde Ernährung! |
| Meine Tipps für eine
gesunde und ausgewogene Ernährung:
Essen Sie:
-
einfache Gerichte mit frischen
Zutaten ohne Konservierungsmittel und Zusatzstoffe
-
frisch zubereitete Gerichte
-
ausgewogen mit gekochtem Getreide,
Gemüse oder Salat, wenig Fleisch oder Fisch, Früchte
-
immer ungefähr das Gleiche,
d.h. wenig Abwechslung
-
regelmässig, d.h. nicht
hungern und wieder viel essen
-
3 Hauptmahlzeiten pro Tag mit
evt. 2 Zwischenverpflegungen, d.h. nicht ständig essen
|
| Viel Spass, Genuss und
Freude mit der Ernährung nach den 5 Elementen! |