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Carmen Prandina
Wie entsteht Krankheit?

Ist Yin oder Yang nur unzureichend oder übermässig vorhanden, d.h. im Ungleichgewicht, ist der Mensch krank.

Im Verständnis von Krankheit - aus Sicht der TCM - gibt es immer Fülle oder Leere-Zustände des Yin oder Yang. Das Yin oder Yang kann demzufolge zu viel oder zu wenig vorhanden sein. 

Andauernde körperliche oder psychische Belastungen strapazieren unseren Ausgleichungsmechanismus und machen uns krank (>Gesundheit).

Die folgende kurze, nicht abschliessende Aufstellung vermittelt einen Überblick über die möglichen Folgen des Ungleichgewichts von Lebenssaft (Yin oder Substanz) und Lebenskraft (Yang oder Energie). Wer weiss, vielleicht erkennen Sie sich in einem oder mehreren Symptomen.


Qi-Mangel (Energie- und Antriebslosigkeit)

Der Qi-Mangel ist ein uns allen selten oder oft bekanntes Gefühl, wenn wir z.B. nach dem Essen grosse Müdigkeit verspüren oder uns Blähungen und Völlegefühle plagen. Auch der Heisshunger auf Süsses schreibt man dem Qi-Mangel im Erdelement zu. Die-ses Symptom ist in unserer westlichen Welt oft verbreitet.. 
 

Yang-Mangel (Erschöpfung)

Noch gravierender als der Qi-Mangel ist der eigentliche Yang-Mangel. Es ist zu wenig Yang (Lebenskraft) im Körper vorhanden. Wir fühlen uns erschöpft, antriebslos und geistig sowie körperlich müde. Ganz typisch für den Yang-Mangel ist die Abneigung gegen Kälte, d.h. klimatische Kälte, kalte Speisen und Getränke aber auch seelische Kälte. Diese Menschen können von Ängsten und Resignationsgefühlen geplagt sein. Leider ist dieser Mangel an Yang ebenfalls ein weit verbreiteter Zustand unserer Gesellschaft. 


Yin-Mangel (Unruhe und Nervosität) 

Dieser Typ ist immer auf Achse, hat einen randvollen Terminkalender und leistet Ausserordentliches. Oft arbeitet er oder sie noch am Abend, vor allem am Bildschirm oder sieht bis spätabends Fern. Überhaupt vom Vormitternachtsschlaf halten diese Menschen nicht viel. Mit der zunehmenden Unruhe und Nervosität will sich Frau oder Mann nicht beschäftigen. Auch die nächtlichen Schweissausbrüche und immer lästigeren Schlafstörungen werden oftmals ignoriert. 
 

Yang-Fülle (Hyperaktivität)

Die Yang-Fülle bedeutet in der Symptomatik noch eine Steigerung des Yin-Mangel-Typs. Diese Menschen sind ständig hyperaktiv und können nicht mehr zur Ruhe kommen. Nebst vielen anderen Symptomen ist die Gesichtsfarbe oft rot und sie leiden unter ständigem Durst. Die Schlafstörungen sind bereits chronisch. 

Dies ist ein sehr allgemeiner Beschrieb von möglichen Fülle- und Leere-Zuständen von Yin und Yang. In der Ernährungsberatung nach den 5 Elementen wird in einer individuellen Beratung anhand von Puls- und Zungendiagnose sowie in einer ausführlichen Befragung der energetische Zustand des Menschen ermittelt. Anhand dieses Befundes wird der persönlich abgestimmte Ernährungsplan ausgearbeitet.